Das Leibniz-Forschungsnetzwerk Biodiversität (LFN) bündelt und vernetzt die Kompetenzen von 18 Leibniz-Einrichtungen der Umwelt-, Lebens-, Raum-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Die Wissenschaftler*innen der beteiligten Einrichtungen erfassen und erkunden die biologische Vielfalt des Lebens und entwickeln durch interdisziplinäre Forschung gesellschaftlich relevante Lösungen für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Biodiversität. Hierbei wird auch auf den Zugang zu genetischen Ressourcen und den gerechten Vorteilsausgleich eingegangen (ABS). Ebenso engagieren sich die LFN-Mitglieder für den Informationstransfer für Politik und Gesellschaft, um das Bewusstsein für den fortschreitenden Verlust der Biodiversität zu schärfen und die allgemeine Wertschätzung der Biodiversität in der Gesellschaft zu stärken.

Das LFN wurde im Jahr 2008 ursprünglich als Leibniz-Forschungsverbund Biodiversität (LVB) auf Initiative der Institutionen gegründet und inspirierte in den Folgejahren weitere Leibniz-Forschungsverbünde. Er ist seither Vorreiter in der Entwicklung von globalen und regionalen Modellen im Bereich Klima und Landnutzung und bietet darüber hinaus umfassende Kompetenz in der molekularen Biodiversitätsgenomik in zentralen Einrichtungen. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal stellen die naturwissenschaftlichen Forschungsmuseen dar, deren biologische Sammlungen insgesamt über 70 Millionen Sammlungsobjekte beherbergen und damit eine einmalige Wissensbasis zur Erforschung von Biodiversität bieten.